Säuling und Thaneller - Trainingstour

Säuling und Thaneller – meine Auswahl

Parkplatz zum Säulinghaus und zum Säuling

Parkplatz zum Säulinghaus und zum Säuling

Meine Anmeldung zum Zugspitz-Ultratrail sollte mit Trainingsbergen gefüllt werden. Am letzten Freitag war schon klar, dass ich mit dem Säuling bei Reutte / Füssen beginnen werde. Bis in den Morgen hinein hatte es geregnet, doch laut Wetterbericht soll der Samstag der beste Tag der kommenden Woche sein. Um kurz nach 5 Uhr war ich schon am Parkplatz zum Säulinghaus oberhalb Reutte. Auf der Fahrt dorthin klangen die letzten Schauer ab und erste Wolkenlücken waren im Morgengrau zu erahnen.

Mit leichtem Rucksack stiefele ich los. Forschen Schrittes mache ich die ersten Höhenmeter. Schnell wird es heller. Die Temperaturen sind warm genug für kurze Hose und Langarmshirt. Nach etwas mehr als 2 km vermisse ich die Kommentare meiner Sport-App. Warum spricht sie nicht mit mir? Mist, mir ist das Smartphone aus der Tasche gefallen. Also kehrt gemacht und im Laufschritt wieder 250 Höhenmeter runter, bis zu der Stelle, an der ich kurz auf Laub einen Ausrutscher hatte. Genau dort liegt es auf dem Weg und wundert sich warum ich mich nicht mehr bewege ;-). So hat mir dieser Ausrutscher 500 Extra-Höhenmeter beschert.

Über Säulinghaus und Hexenboden zum Säulinggipfel

Bald bin ich wieder in der Spur, passiere das Säulinghaus und steige in Richtung Hexenboden. Der seilversicherte Teil ist wegen des nächtlichen Regens etwas glitschig. Daher lasse ich mir hier etwas Zeit. Im Rucksack habe ich den Pickel dabei, da ich nicht sicher war, ob der Säuling nordseitig im Gipfelbereich schon schneefrei ist. Doch dieses Jahr habe ich Glück, bis auf 10m ist alles schneefrei.

Oben am Gipfel ist es windig. Die Temperaturen sind sehr kühl, ich brauche eine Windjacke. Kurze Fotosession, dann rüber zum Ostgipfel, aber ohne langes Verweilen. Bald mache ich mich auf den Abstieg zum Hexenboden. Ein Birkhahn macht sich lautstark bemerkbar bevor er flatternd Richtung Königsschlösser abtaucht. Die Stimmung ist mystisch. Sonne und Wolkenfetzen, die um den Säuling kämpfen.

Abstieg vom Säuling und weiter zum Thaneller

Blick vom Hexenboden zum Säulinggipfel

Blick vom Hexenboden zum Säulinggipfel

So schnell wie möglich steige ich wieder zum Parkplatz ab. Ein Gipfel alleine ist zu wenig heute. In Gedanken hatte ich mit Gimpel oder Köllespitze geliebäugelt, doch der Thaneller hatte sich vom Säuling aus zu sehr in den Vordergrund gespielt. Etwa 20 min mit dem Auto und ich stehe am Parkplatz des Thaneller-Skilifts unterhalb des Thanellers. Etwa 10 Autos sind schon da, vermutlich mit demselben Ziel.

Thaneller von Süden aus

Meine Beine sind etwas müde vom Abstieg vom Säuling, doch nun geht es ja Gott-sei-Dank wieder hinauf. Die 1.000 Höhenmeter bis zum Gipfel klappen recht gut in 1:35 Stunden. Die Südseite des Thaneller ist so gut wie schneefrei.

Im Tal war gegen 10 Uhr noch angenehme Frühlingswärme. Am Gipfel pfeift ein unangenehm kalter Wind und von Westen drohen Schauer. Daher bleibt es bei einer kurzen Fotosession. Ich ziehe eine warme Jacke über und starte gleich wieder talwärts. Um 13:00 bin ich wieder am Auto.

Zwei auf einen Streich – Training für den Zugspitz-Ultratrail

Insgesamt war diese Tour eine willkommene Trainingseinheit für mich. Die Anmeldung zum Zugspitz-Ultratrail bringt mich in Zugzwang, d.h. meine Beine brauchen Training und Höhenmeter. Diesmal waren es etwa 20 km und 4.800 Höhemeter. Das immer in Verbindung mit meinen beruflichen Aktivitäten unter einen Hut zu bekommen ist ab und an eine Herausforderung, aber ich will es ja so :-).

 

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