So überlistest Du den inneren Schweinehund

Dein innerer Schweinehund im Tief

Während dieser Blogartikel online geht bin ich schon mehrere Stunden beim Walser Ultratrail im Einsatz. Die Strecke führt über 65 km und mehrere 1000 Höhenmeter. Es wird Hochs für mich geben, aber auch Tiefs. Tiefs, die ein zweites Ich auf den Plan rufen. Ihr kennt ihn alle, den inneren Schweinehund. Im Tief wird er lauter und lauter. Beginnt ständig zu reden. Quatscht Dich mit unnützen Phrasen zu: “Warum, warum machst Du das?”, “Da vorne ist eine Bank – setz Dich doch!”, Wenn Du rechts läufst, dann kannst Du 10 km abkürzen und ein Gasthaus kommt auch gleich!”. Kennt Ihr den Typ auch? Nervig, oder?

Der innere Schweinehund und die Mathematik

Mein innerer Schweinehund ist unheimlich geschwätzig. In Deutsch und Sozialkunde bekommt er immer gute Noten. Nur mit der Mathematik hat er es nicht so. Mir geht sein Geschwätz nach kurzer Zeit auf den Keks. Und darum hole ich zum Gegenschlag aus. “Was hältst Du davon, wenn wir gemeinsam ein wenig Schritte zählen?” sage ich zu ihm. Natürlich weiß ich, dass er seine Schwäche in Mathematik nicht zugeben will und einwilligen wird. “Ok, wir zählen jetzt gemeinsam die nächsten 100 Schritte!”

Mit einer List gemeinsam mit Deinem inneren Schweinehund zum nächsten Hoch

“Eins, Zwei, Drei, … Achtundneunzig, Neunundneunzig, Hundert!” “Ok, super gemacht! Lass uns weiter machen bis 200”. Er ist jetzt so konzentriert, dass er sein Geschwätz völlig vergessen hat. Wir haben beide einen ruhigen gleichmäßigen Atem und Schritt angeschlagen. Gerade so schnell, dass wir mit der Anstrengung gut zurechtkommen. Beim zehnten 100er sind wir fast einen Kilometer weiter vorangekommen, ohne dass er mich zu getextet hat. Wir haben beide Glück, mein Stoffwechsel hat irgendwo ein neues Kohlenhydrat- oder Fettdepot aufgetan und der Turbo schaltet wieder zu.

Schweinehunde ähneln sich – gib ihm Futter

Hast Du Ähnlichkeiten zu Deinem inneren Schweinehund entdeckt? Ja? Vielleicht willst Du meine List mit der 100-er Zählmethode mit ihm ausprobieren. Ich bin mir sicher, Deiner hat ebenfalls eine Mathematik-Schwäche. Ich habe mit dieser Methode schon Strecken bzw. Touren geschafft, wo ich so richtig auf dem Zahnfleisch daherkam. Mit der Zählmethode geht es immer weiter. Mein Geist wird von den Schmerzen und Problemen abgelenkt. Und am Ende stehe ich dann zusammen mit Schweini am Ziel oder am Gipfel und wir freuen uns gemeinsam über das Erreichte. Manchmal sagt er dann sogar zu mir, ich solle bei der nächsten Tour nicht mehr auf sein Geschwätz achten ;-).

 

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