Ich ging in die Wälder,

Der Sinn des Lebens – Draußen in der Natur, in den Wäldern sein

Morgenstimmung im Hornbachtal

Morgenstimmung im Hornbachtal

“Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben. Intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, .. ” Mit diesen Worten beginnt das sehr bekannte Gedicht von Henry David Thoreau (1817 – 1862). Thoreau war US-amerikanischer Philosoph, Naturalist, Schriftsteller und Mystiker.

Dieser Aphorismus zum Sinn des Lebens begegnet mit zur Zeit sehr häufig. Ich kenne den Text schon lange, doch dieses Jahr bleibt er viel tiefer haften. Das Thema Natur und Draußen Sein spielt in 2014 für mich eine sehr sehr große Rolle.

Erinnerungen an das Hornbachtal

weglos zum Großen Wilden

Beim Wühlen in meinen Fotoarchiven habe ich einige Aufnahmen gefunden aus dem Jahr 2010. Im Juni war ich damals früh morgens im Hornbachtal unterwegs. In der Nacht hatte es geregnet. Mein erstes Ziel war der Große Wilde. Den Abzweig vom Weg übers Hornbachjoch in Richtung Großer Wilder musste ich mir mühsam suchen und erarbeiten.

Über ausgesetztes Gelände in nassem Steilgras stieg ich damals im Nebel auf. Es herrschte mystische Stimmung. Hierbei ist mir das Titelbild meines heutigen Beitrags gelungen. Ich finde, es passt sehr gut zu dem Gedicht von Henry Thoreau.

Der Lohn des frühen Morgens war eine wunderschöne Besteigung des Großen Wilden. Erst im Nebel, dann immer mehr aufklarend. Es wurde ein lange, eine sehr lange Tour damals – 13 Stunden. Nach dem Abstieg vom Großen Wilden, querte ich über das Himmeleck hinüber zum Prinz-Luitpold-Haus, dann hinauf zum Hochvogel.

Eindrücke und Bilder

Erst gegen kurz nach 18 Uhr war ich zurück bei meinem Auto. Neben dem vollständigen Gedicht von Thoreau sind einige der besten Bilder und Eindrücke für Euch:

“Ich ging in die Wälder,
denn ich wollte wohlüberlegt leben;
intensiv leben wollte ich.
Das Mark des Lebens in mich aufsaugen,
um alles auszurotten was nicht Leben war.
Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde,
daß ich gar nicht gelebt hatte.”

Henry David Thoreau

Bewegen die Worte von Henry David Thoreau in Dir etwas? Wenn Ja, magst Du es in einem Kommentar mit und teilen? 🙂

 

5 Kommentare
  1. Heike Kunle sagte:

    oh wie wahr! Der Vers erinnert mich an Mutter, damals schon unwissend schwer krank auf den Weg zur Uniklinik Ulm um Vater zu besuchen. Der herrliche Blick über die Allgäuer und Österreichischen Alpen veranlasste mich zu sagen: Am liebsten würde ich jetzt abbiegen und in die Berge fahren anstatt den Tag in der Klinik zu verbringen. Mutter meinte dazu, dass ich nichts auf später aufheben sollte und das tun soll, was mir Freude bereitet. Sie wäre auch gerne mal in die Berge gefahren und hat es aus Rücksicht immer verschoben. Damals dachten wir, dass wir einen Ausflug in die Berge noch machen könnten. Ein halbes Jahr später auf dem Sterbebett erinnerte sie mich an diese gemeinsame Fahrt und meinte: Lebe jetzt und heb es nicht auf. Traurig, aber ich denke oft an diese Worte, wenn ich aus Rücksicht auf etwas verzichten sollte und tue es dann meist doch. Sonst geht es mir später auch mal so, dass ich vieles gelebt und erlebt haben wollte.

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  2. Andrea sagte:

    Magnus, mir geht es auch so. Ein langer Spaziergang im Wald oder auch um einen See oder am einem Fluss oder Bach entlang und der Kopf wird frei. Gedanken kommen und gehen und es wird Platz für kreative Ideen. Oder ich beobachte meine Hündchen Jana dabei, wie sie freudig die Wanderroute für sich entdeckt, Spuren verfolgt oder schwanzwedelnd um mich herum saust und den Moment genießt. So ein Tag in der Natur gibt mir viel Kraft und Energie. Danke für Deinen schönen Bericht.

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  3. Elke sagte:

    Vor Jahren, in einer aller größten Verzweiflung, fand ich den Weg in die Natur.
    Seit dem ist sie meiner beser Heiler 🙂

    Danke für diese Worte und Bilder

    Liebe Grüße
    Elke

    Antworten

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